Klassiker - Die Chronofossilien

Altere PR-Bände
Scrooge
Beiträge: 19
Registriert: 25.06.2024, 08:10
Hat sich bedankt: 17 Mal
Danksagung erhalten: 16 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von Scrooge »

nanograinger hat geschrieben: 05.11.2025, 11:07 Stimmt. Aber Band 1189, der letzte Sydow-Roman vor ihrer EA-Pause, kam Anfang Juni 1984 heraus, was deutlich ihrer Rückkehr ins Expo-Team bei Atlan war.
Ja, richtig. Was ich meinte war eher, dass ihr Ausstieg aus ATLAN und ihr Wiederenstieg in PR zeitlich (wenn ich mich nicht irre) nah beieinanderlagen. Aber ob es da einen Zusammenhang gab? Keine Ahnung. Auf jeden Fall war das schade für ATLAN, aber toll für PR, Sydows Romane mit den Kartanin waren für mich Highlights der ganze Phase 1250 bis 1500.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Scrooge für den Beitrag (Insgesamt 2):
thinmanDarmok
thinman
Beiträge: 872
Registriert: 21.06.2024, 14:19
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von thinman »

Ernst Vlcek erzählt uns, wie denn die dem Sternweh erlegenem Galaktiker ihre Virenschiffe gestalten und wohin denn die Reise gehen kann, wenn dann der Start der Vironauten erfolgt.

Die Inhaltsangabe stammt aus der Perrypedia, Autoren und Quelltext sind dort unter den Bedingungen der GNU FDL verfügbar.
Die Rechte für das Titelbild von Johnny Bruck liegen beim Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg.

Bild
Galbraith Deighton, der als Gefühlsmechaniker schon oft seine Qualitäten als Sicherheitschef der Kosmischen Hanse bewiesen hat, ist nicht in der Lage, Sotho Tal Ker und dessen Animateur Skorsh emotional auszuloten. Das weckt erst recht sein Interesse, und er setzt Fellmer Lloyd, Gucky und Irmina Kotschistowa auf den Abgesandten der Superintelligenz ESTARTU an. Die Mutanten behaupten einige Zeit später, Stalker und Skorsh besäßen die Fähigkeit der Psi-Reflexion, die sie quasi mentalstabilisiere. Die Metabio-Gruppiererin wendet sich anschließend wieder ihrem Virenschiff ÄSKULAP zu, um es entsprechend ihrer Vorstellungen einzurichten. Es gleicht einem umgedrehten Spitzkegel, dessen Grundplatte 30 Meter durchmisst.

Gleiches vollbringt Reginald Bull an Bord seiner EXPLORER, eines asymmetrischen Virenschiffes, das aus vielen Einzelsegmenten besteht. Mit Stronker Keen und Lavoree hat er zwei exzellente Mentoren, Piloten für das Virenschiff, an Bord. Roi Danton und seine Gefährtin Demeter befinden sich an Bord der LOVELY BOSCYK, einer 600 Meter durchmessenden Scheibe von 100 Metern Dicke. Mentor ist der Siganese Cornelius "Chip" Tantal. Ronald Tekener, Jennifer Thyron und Pathythia Baal wiederum weilen auf der 194 mal 150 mal 43 Meter messenden LASHAT.

Perry Rhodan ist auf die BASIS zurückgekehrt, wo sich mental ES meldet. Entsprechend des schon bekannten Humors, verkündet die Superintelligenz, sie sei dort, wo EDEN II sei, oder aber alle Wege führen nach EDEN II. Am 23. Februar 429 NGZ startet das Trägerschiff, aber auch viele Virenschiffe, zur Suche nach dem geistigen Zentrum der Mächtigkeitsballung.

Am folgenden Tag erklärt Stalker im HQ-Hanse seinen Zuhörern, unter anderem Julian Tifflor und Homer G. Adams, seinen Kodex, der von den philosophischen Lehren der Lebensschule Upanishad geprägt sei. Diese Schule der Helden, wie sie auch genannt werde und deren Schüler die Shada seien, werde in zehn Stufen absolviert.

Die Vironauten der LASHAT entdecken während eines Probeflugs am 25. Februar im Asteroidengürtel ein Sternenschiff mit zwölf Zacken. Der Grundkörper misst 250 mal 100 Meter, und die Zacken sind jeweils 75 Meter lang. Es ist die ESTARTU, das Flaggschiff Stalkers, und als Kommandant meldet sich der Panish Somodrag Yag Veda von Bord. Tekener, dem der Sotho suspekt ist und dem er den Unfall der TS-114 ankreidet, sieht sich bestätigt. Doch sogleich berichtet Stalker auf Terra, als ob er es geahnt hätte, von seinem Schiff im Asteroidengürtel. Außerdem schenkt er Bull und Danton je ein Permit, einen Passierschein und VIP-Pass für die zwölf Galaxien. Er wird wie ein länglicher, aber fingerloser Handschuh über die linke Hand geschoben.

Überraschend wird der Mann mit den Lashat-Narben von Srimavo aufgesucht, die ihn auf den Amnesie-Block aufmerksam macht. Sie hilft ihm, ihn abzubauen, und anschließend stellt Tekener den Sotho zur Rede. Völlig überraschend rastet dieser aus und nimmt seine Extremgestalt an. Er wird zu einem perfekten Krieger, einem Killer und nutzt die Fähigkeiten des Psi-Pressors. Doch niemand kommt zu Schaden, und Stalker beruhigt sich schnell wieder. Er entschuldigt sich bei Tekener und übergibt auch ihm einen Permit, dazu jene Koordinaten, wo die TS-114 gefunden wurde.

Nur zwei kleinere Virenwolken existieren noch im Orbit Terras, und es scheint, als ob niemand sich dieser Viren bedienen könne. Am 28. Februar ist es dann soweit. Die zigtausend Virenschiffe, wie Leonard Froods LEOS KINDERGARTEN, auf der jetzt auch Srimavo weilt, verlassen das Solsystem. Fast alle haben sich die ESTARTU-Galaxien zum Ziel gesetzt. Andere Ziele sind M 87 und Gruelfin in unmittelbarer kosmischer Nähe. Aber auch Naupaum soll endlich gefunden werden.

Der Kommunikationsspezialist Krohn Meysenhart hat bislang im Auftrag des Sothos schon über sieben Wunder ESTARTUS galaxieweit berichtet. Dabei benutzte er in Absprache mit Stalker zur Bezeichnung der Wunder Versatzstücke aus der  Wikipedia-logo.png griechischen Mythologie: Die Elysischen Ringe von Erendyra, das ist NGC 4649 bzw. M 60 mit einem Durchmesser von 48.000 Lichtjahren, sind Planetoidengürtel, die einzeln oder zu mehreren zahlreiche Planeten in der Galaxie umgeben. Die Heraldischen Tore von Siom Som bzw. NGC 4503, deren Wappensymbole Ausdruck der Lebensphilosophie ESTARTUS sind, ermöglichen den Verkehr zwischen den Welten dieser Galaxie, in deren Zentrum das Fehlen einer Kraft den interstellaren Raumflug unmöglich macht. Die Exzitablen Marketender der Shufu sind der Sage nach der Tross der Kriegerin Shufu, die in der Jugendzeit der Superintelligenz ESTARTU einen gewaltigen Eroberungsfeldzug führte, sich schließlich mit der Superintelligenz messen wollte und sogar einen Pakt mit den Kosmokraten anstrebte. Durch die Lehren der Upanishad-Philosophie geläutert, unterwarf sie sich jedoch ESTARTU, die ihr Bewusstsein auf die Sterne der Galaxie NGC 4596 verteilte. Ihre Transportflotte durchreist immer noch die zu Ehren der Kriegerin getaufte Galaxie und bietet deren Bewohnern ihre exotischen Waren an.

Der Reigen der singenden, tanzenden Module von Syllagar kennzeichnet NGC 4579, die größte Galaxie der Mächtigkeitsballung, und besteht aus zahllosen nomadisierenden Gebilden unbekannter Herkunft und Funktion, die sich zu Schwärmen vereinigen und dabei phantastische Formen bilden sowie Gesänge erzeugen, die auf allen Frequenzen empfangen werden können.

Die Verlorenen Geschenke der Hesperiden von Muun bzw. NGC 4608 sollen nach einer Legende das kostbare technische Vermächtnis sein, das ESTARTU einst den Pterus zum Geschenk machte, dem ersten Volk, das sich ihrer bewusst wurde. Während diese den Schatz in einem vorgegebenen Zyklus über die Welten Muuns wandern ließen, verschwanden viele der wertvollen Stücke.

Die Menetekelnden Ephemeriden von Absantha-Gom bzw. NGC 4567 sind Sterntagebücher, die immer kurzzeitig auftauchen und vor kommendem Unheil warnen.

Nur über die Kalydonischen Jagden durch die Orphischen Labyrinthe von Trovenoor bzw. NGC 4564 gab Stalker keine Einzelheiten bekannt.

Noch nicht vorgestellt hat Meysenhart die Stygischen Netzfischer von Absantha-Shad bzw. NGC 4568, einem Zwilling von Absantha-Gom, die Smaragdenen Schlüsselmonde von Palcaquar bzw. NGC 4621, die Heliophilen Goldregenmacher von Urumbar bzw. NGC 4638, die Charybdischen Sirenen von Dhatabaar bzw. NGC 4647 sowie die Stroboskopischen Danaiden von Mujadjh bzw. NGC 4660.
World Building für die nächsten 150 Bände, war es in Band 1100 eine gewaltige Raumflotte, so ist es jetzt eine ganzer Galaxienhaufen, und nein, völlig wird der in der Heftserie nicht ausgeschöpft, wenn ich mich richtig erinnere werden auch in den Planetenromanen, damals gab es ja sogar noch drei Auflagen von denen, auch nicht alle gestreift. Was sich hinter den sogenannten Wundern verbirgt, bleibt vorest noch offen. Und ja, man hat sich kräftigst in der griechischen Mythologie als Steinbruch für Begriffe bedient.

Und ja, dass Estratu nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen ist, dass wird klar genug signalisiert. Stalker ist ein Schlitzohr und die Beobachtung Fellmer Lloyds (denkt der an Edgar Bergen?) über den Bauchredner und wer denn da die Puppe sei, die wird nocheinmal relevant werden.

Uns weren ein paar Titel umm die Ohren geknallt und fast könnte man meinen, Stalker preist hier die Werke eine L.Ron Hubbard an, aber nein es geht ja "nur" um eine nicht galaktische Kampfsportart a la Karate. Soll man jedenfalls glauben.

Und dann sind da noch die beiden Permits. Timeo danaos et dona ferrentes sollte man immer im Hinterkopf behalten.

Nocheinmal wird uns die erste Begegnung Teks mit Stalker geschildert, so wie sie sich wohl wirklich abgespielt hat, das Schicksal der beiden Tsunamibesatzungen wird uns noch länger beschäftigen.

Und so manche Person merkt erst jetzt, wo sie eigentlich hingehört, auch zur Überraschung von uns Lesern.

thinman
Benutzeravatar
nanograinger
Beiträge: 991
Registriert: 24.06.2024, 20:37
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 271 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von nanograinger »

thinman hat geschrieben: 12.11.2025, 10:46 World Building für die nächsten 150 Bände, ... Und ja, man hat sich kräftigst in der griechischen Mythologie als Steinbruch für Begriffe bedient.
Und des Hinduismus, siehe die Upanishaden.
thinman hat geschrieben: 12.11.2025, 10:46 Und so manche Person merkt erst jetzt, wo sie eigentlich hingehört, auch zur Überraschung von uns Lesern.
Ja, die Unsterblichen werden richtig aufgemischt und manche haben hier ihre beste Phase als Figur der Serie.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor nanograinger für den Beitrag:
thinman
"Dein Pessimismus macht mich krank", sagte der Wurm. "Halt dich fest!"
Benutzeravatar
Gershwin
Beiträge: 279
Registriert: 12.07.2024, 21:26
Hat sich bedankt: 137 Mal
Danksagung erhalten: 105 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von Gershwin »

thinman hat geschrieben: 12.11.2025, 10:46 Ernst Vlcek erzählt uns, wie denn die dem Sternweh erlegenem Galaktiker ihre Virenschiffe gestalten und wohin denn die Reise gehen kann, wenn dann der Start der Vironauten erfolgt.
Zweiter Teil des Vlcek-Doppelbands mit Scharnierfunktion wie der erste Teil. Weiter geht’s mit den Vironauten und mit Stalker, und mit dem Geschehen um Rhodan und die BASIS wird auch das Ende der Handlungsstränge Dekalog und Tiefe eingeleitet. Krohn Meysenhart darf wieder ran, jetzt als ESTARTU-Tourismuswerber, und nach Taurec ist dieses Mal Tekener mit der weiteren Demaskierung Stalkers an der Reihe. Solide geschrieben, große Spannung will bei einem solchen Roman aber keine aufkommen. Irgendwie mussten aber die Grundlagen für die nächsten Handlungsblöcke gelegt werden – der Exposéautor Vlcek musste ran.

„Du und Perry Rhodan – ihr habt ganz allein Andromeda befreit?“ „Wir hatten noch unseren Koch dabei. Aber er gehörte nicht zur kämpfenden Truppe.“
thinman
Beiträge: 872
Registriert: 21.06.2024, 14:19
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von thinman »

Mahr schildert uns dir Reise in Bullys EXPLORER richtung der MB ESTRATU, doch der Aufbruch nach Erendyra erweist sich zwar als relativ problemlos, doch das Ziel ist nicht das erträumte Paradies.

Die Inhaltsangabe stammt aus der Perrypedia, Autoren und Quelltext sind dort unter den Bedingungen der GNU FDL verfügbar.
Die Rechte für das Titelbild von Johnny Bruck liegen beim Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg.

Bild
Die EXPLORER Reginald Bulls ist in Wirklichkeit ein Konglomerat aus 1600 separaten Virenraumschiffen. Sie werden Segmente genannt, und die EXPLORER ist entsprechend das Seg-1. An Bord sind insgesamt 60.000 Vironauten, die sich am 1. März 429 NGZ entscheiden, innerhalb der Mächtigkeitsballung Estartu die Galaxie Erendyra mit den Elysischen Ringen anzufliegen. Der Verband wird souverän von den beiden Mentoren Stronker Keen und Lavoree geflogen, wobei sie den Virotron benutzen, quasi eine SERT-Haube für Virenschiffe.

Mit Doran Meinster, Mirandola Cainz, Colophon Bytargeau und Agid Vendor hat Bull vier Hanse-Spezialisten an Bord, die nur vorgeben, Vironauten zu sein. Sie reisen im Auftrag Homer G. Adams' auf der EXPLORER.

Auch die LOVELY BOSCYK unter Roi Danton und Demeter mit 10.000 weiteren Vironauten und die LASHAT unter Ronald Tekener und Jennifer Thyron mit knapp 3000 Vironauten haben sich dieses Ziel auserkoren. Sie verlassen die Milchstraße zusammen mit der EXPLORER. Auf dem Flug über die Distanz von 40 Millionen Lichtjahren machen sie insgesamt vier Zwischenlandungen in zwei Galaxien, wobei die Vironauten der EXPLORER ihre Sammelleidenschaft entdecken. Ein extremes Beispiel dabei ist Grosznik.

Am 23. März trennen sich 300 Segmente von der EXPLORER. Unter der Leitung Fredo Gophers und seiner HEUSEN (Seg-1411) wollen sie nach Gruelfin fliegen. Es war eine spontane Entscheidung, die Cappin-Völker aufzusuchen.

Einige Tage später, am 29. März, wird die Peripherie Erendyras erreicht. Hier kommt es zur Trennung von der LASHAT und BOSCYK, die andere Sektoren der Galaxie ansteuern wollen. Bull aber lässt die EXPLORER ein nahes System anfliegen. Der zweite Planet erhält den Namen Holocaust, weil dort irgendwann ein Atomkrieg stattgefunden haben muss. Der Planet verfügt über 23 elysische Ringe, die jedoch keine Wunder darstellen, sondern aus Monden entstanden sind, die absichtlich zerstört worden sein müssen.

Während das Gros der EXPLORER im  Wikipedia-logo.png Orbit Holocausts bleibt, landen dort 25 Segmente. Einige Vironauten entdecken am 3. April ein igelgleiches Fahrzeug, das wie ein Panzer wirkt. Es verhält sich dann auch feindlich, und in dem Fahrzeug steckt ein Besatzungsmitglied, dessen Panzerung an einen aufrecht gehenden Igel von zwei Meter Größe erinnert. Überraschend ändert der Fremde sein Verhalten, als er Grosznik erblickt, der ein neues Sammelstück wie ein Permit über den linken Unterarm trägt. Er kehrt in seinen Panzer zurück, setzt einen Funkspruch ab – und zerstört sich und das Fahrzeug.

Der Spruch kann entziffert werden. Der Elfahder Cruhl, Wächter des Planeten Gyhdai, empfiehlt ihnen, nach Cloreon zu fliegen, 11.800 Lichtjahre entfernt.

Dieses System wird am 5. April erreicht und erhält die Bezeichnung Virgo-Tor. Der einzig vorhandene Planet erhält den Namen Eremit und besitzt fünf elysische Ringe. Auch auf Eremit hat ein Atomkrieg getobt, doch das muss noch länger zurückliegen als im Fall von Holocaust. Außerdem ist der Planet bewohnt. Bull, der jetzt erstmals sein Permit trägt, funkt den Planeten an, anschließend landen 30 Segmente. Dabei durchstoßen die Virenschiffe einen harmlos erscheinenden Schutzschirm, der sich von innen jedoch als Prallfeld darstellt, das nicht mehr durchflogen werden kann. Wenig später trifft die Antwort der Cloreonen ein: Der »Körper«, so heißt es, sei zur »letzten Schlacht« bereit.
Bully hat es gereicht, immer nur der zweite Mann zu sein, der Perry den Rücken freihält, jetzt geht er es ganz locker an. Es war zwar immer wieder geschildert worden, dass er, ganz der alte "Seebär" immer auch in Raumfahrerkneipen rumhing - nicht umsonst zähle auch Raumkapitän Nelson (der von der H.B.M.) zu seinen Freunden - aber sein Hinschmeißen überraschte jetzt doch viele, vielleicht auch uns Leser, allerdings nicht so, wie die Schilderung der Oxtorner damals in den PANTAURAH-Tachenbüchern in den Nullerjahren.
Auch wenn die Besatzung der EXPLORER so wirkt, wie man sich ein Freifahrerschiff aus dr Zeit nach dem MdI-krieg vorstellt, versteht Bull genügend von Menschenführung, dass er weiß, wie er sich auf den Kern der Mannschaffft verlassen kann, dennoch wird ihm diese "Laxheit" von verschiedensten Seiten vorgehalten, sei es von den vier eingeschmuggelten Hanse-Agenten, die werden uns noch unangenehm auffallen, sei es von seinen alten Freunden Tek und Roi, und ja, dem ehemaligen OB Explorerflotte geht es um das Erforschen, nicht um finazielle Erträge.
Das erste Ziel in Erendyra ist ein failed Planet mit nicht erklärbaren wunderschönen Ringen.
Vom ersten haben wir ja genügend Kennengelernt, man denke an Isan, Hirosha oder an die ersten Planeten, die man in M87, gleich um die Ecke, wohin ja prompt ja auch ein paar bekannte Namen, Gopher und Langford (ja, sie sind gemeinsam im Bett gelandet) aufgebrochen sind.

Mahr nutzt diesen Failed Planet für eine Reflktion über die Gefahren eines Atomkrieges - der band erschien im Sommer 1985 und da war wie auch in den Jahren zuvor die Spannung noch greifbar, Glasnost und Perestroika wurden ja erst ein gutes halbes Jahr später als Konzept außerhalb des engsten Beraterkreises um Gorbatschow bekannt (am XXVII. Parteitag (25. Februar 1985) der KPdSU stellte er diese Begriffe in einem Grundsatzreferrat vor.)
Und am Ende auf der nächsten Welt, sitz man Fest und die Welt ist bereit für die letzte Schlacht.

Und die Elfander, die werden uns jetzt noch häufiger begegnen.

thinman
Benutzeravatar
nanograinger
Beiträge: 991
Registriert: 24.06.2024, 20:37
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 271 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von nanograinger »

thinman hat geschrieben: 19.11.2025, 11:51 Mahr schildert uns dir Reise in Bullys EXPLORER richtung der MB ESTRATU, doch der Aufbruch nach Erendyra erweist sich zwar als relativ problemlos, doch das Ziel ist nicht das erträumte Paradies.
...
Das erste Ziel in Erendyra ist ein failed Planet mit nicht erklärbaren wunderschönen Ringen.
Vom ersten haben wir ja genügend Kennengelernt, man denke an Isan, Hirosha ...

Mahr nutzt diesen Failed Planet für eine Reflktion über die Gefahren eines Atomkrieges - der band erschien im Sommer 1985 und da war wie auch in den Jahren zuvor die Spannung noch greifbar, Glasnost und Perestroika wurden ja erst ein gutes halbes Jahr später als Konzept außerhalb des engsten Beraterkreises um Gorbatschow bekannt (am XXVII. Parteitag (25. Februar 1985) der KPdSU stellte er diese Begriffe in einem Grundsatzreferrat vor.)
Und am Ende auf der nächsten Welt, sitz man Fest und die Welt ist bereit für die letzte Schlacht.
"Failed Planet" klingt für mich so, als wäre der Planet Schuld am "Scheitern" und nicht die dortigen Intelligenzwesen oder der Ewige Krieger Kalmer (dessen Name erst im nächsten Roman genannt wird).

In der Tat gab es in der Serie schon sehr früh vom Atomkrieg verwüstete Planeten und schließlich ist der Startpunkt der Serie ja die Verhinderung des Atomkriegs auf der Erde. Nun habe ich die Serie 1961 aus Gründen noch nicht gelesen, insofern kann ich nicht sagen, inwieweit ein Atomkrieg damals im täglichen Bewusstsein der damaligen Lesys war (die Kubakrise war im Oktober 1962, da war Band 53 mit Isan bereits publiziert).

Aber im August 1985 war die Stimmung bei vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen (ich war damals 19) sehr bedrückt, die Angst vor dem Atomkrieg weit verbreitet, was sich in den großen Friedensdemonstrationen äußerte. Und da trifft die Schilderung des passend benannten Planeten Holocaust aus der Sicht Bulls voll ins Schwarze.

Band 53 "Die Verdammten von Isan" ist ja auch von Mahr. Ich muss den Roman mal wieder lesen, denn vermutlich kann man im Vergleich dieser Romane gut die enorme Entwicklung ablesen, die Mahr als Schriftsteller (und wohl auch als Person) in den 24 Jahren seit Beginn der Serie vollzogen hat, meiner Meinung nach sehr zum Besseren (was man nicht wirklich von allen Autoren der Anfangszeit sagen kann).
"Dein Pessimismus macht mich krank", sagte der Wurm. "Halt dich fest!"
thinman
Beiträge: 872
Registriert: 21.06.2024, 14:19
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von thinman »

nanograinger hat geschrieben: 21.11.2025, 10:46
"Failed Planet" klingt für mich so, als wäre der Planet Schuld am "Scheitern" und nicht die dortigen Intelligenzwesen oder der Ewige Krieger Kalmer (dessen Name erst im nächsten Roman genannt wird).
Jeder Planet ist im grundegenommen dafür verantwortlich, was die Bevölkerung, die er hervorbringt mit ihm anstellt.

In der Tat gab es in der Serie schon sehr früh vom Atomkrieg verwüstete Planeten und schließlich ist der Startpunkt der Serie ja die Verhinderung des Atomkriegs auf der Erde. Nun habe ich die Serie 1961 aus Gründen noch nicht gelesen, insofern kann ich nicht sagen, inwieweit ein Atomkrieg damals im täglichen Bewusstsein der damaligen Lesys war (die Kubakrise war im Oktober 1962, da war Band 53 mit Isan bereits publiziert).
Isan war der erste in der Serie, aber was ein Atomkrieg bedeutet, das wußte man seitdem beide Seiten ihre ersten Wasserstoffbomben getestet haben. Die Idee der Muataully Assured Destruction ist nicht einfach so vom Himmel gefallen, die USA haben Wochen nach ihrerem ersten Wasserstoffbombentest ein einsatzfähiges Gerät (Gefechtskopf will ich das Ding nicht nennen) zusammengeschustert, das gerade noch von ihrem schwersten Bomber transportiert werden konnte, nur für den Fall, dass die Sowjetunion ihre Wasserstoffbombe so schell wie möglich zum Einsatzbringen konnte. Einen großen Güterwagen mit flüsigem Wasserstoff in einem Flugzeug zu transportieren zu wollen ist wahnwitz.

Nevil Shute shreib seinen Roman On the Beach 1957 und der Bestseller wurde 1959 verfilmt - und das Doomesdaydevice aus Doktor Seltsam ist eindeutig von diesem Roman inspiriert.

Aber im August 1985 war die Stimmung bei vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen (ich war damals 19) sehr bedrückt, die Angst vor dem Atomkrieg weit verbreitet, was sich in den großen Friedensdemonstrationen äußerte. Und da trifft die Schilderung des passend benannten Planeten Holocaust aus der Sicht Bulls voll ins Schwarze.
Yep - ich erinnere mich noch an die eine Witzrakete auf der LKS, die da alle Seiten auf die Schippe nahm und enstrechend hitzige Diskussionen in Leser zur Folge hatte.
Zum Glück hat der Wahnsinn aber militärisch funktioniert, aber ein Waffe die bei allen solche Alptäume auslöst, dass sie nicht eingesetzt wird, erfüllt ihren Zweck perfekt - und das haben unsere Nuklearwaffen bis jetzt ja getan. Wir sitzen nicht in irgendwechen Bunkern.

thinman
thinman
Beiträge: 872
Registriert: 21.06.2024, 14:19
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von thinman »

Kurt Mahr wandert in der zweiten Hälfte seines Doppelbandes ein wenig auf Orwells Spuren und die führen auf die Welt ohne Hoffnung.

Die Inhaltsangabe stammt aus der Perrypedia, Autoren und Quelltext sind dort unter den Bedingungen der GNU FDL verfügbar.
Die Rechte für das Titelbild von Johnny Bruck liegen beim Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg.
Bild
Reginald Bull und alle Vironauten, die mit den 30 Segmenten der EXPLORER auf Eremit beziehungsweise Cloreon gelandet sind, versuchen, weitere Informationen über die Cloreonen zu erhalten. Dabei zeigen vor allem Stronker Keen, Mirandola Cainz und Colophon Bytargeau großen Einsatz. Doch trotz aller Bemühungen begegnet man ihnen nur mit Ablehnung.

Der Cloreone Or Mendin ist ein Einzelgänger. Mit seinen zwei Metern Körpergröße und dem Kopf mit 36 Augen entspricht er wahrscheinlich am ehesten noch dem ursprünglichen cloreonischen Körper. Er vermutet, dass er durch eine Mutation zum Andersdenkenden wurde und nicht mehr mit der cloreonischen Gesellschaft einverstanden ist. Er flieht aus den subplanetaren Wohnanlagen seines Volkes und kommt dadurch in Kontakt mit Bull. Mendin berichtet dem Terraner von seinem Volk, das sich in der Gesamtheit als Körper versteht. Entsprechend gibt es Organ-, Nerven- und Gehirn-Typen, die alle in der Klonfabrik MUTTER, und es existieren auch so genannte Anti-Körper, die Soldaten ihres Staates. Die Cloreonen hatten vor 5000 Jahren Kontakt mit dem Krieger Kalmer. Dieser fühlte sich von den Cloreonen beleidigt und gab ihnen eine letzte Chance zur Rehabilitation. Sie sollten sich innerhalb von 5000 Jahren, also bis zum heutigen Tag, auf die Letzte Schlacht vorbereiten. Die Cloreonen, die damals schon Raumfahrt betrieben, wurden unter den Quarantäneschirm gesteckt und hatten seither auch keinen Kontakt mehr zu den Kolonien.

Ge Allini ist der direkte Vorgesetzte Mendins und auf der Jagd nach ihm. Er sorgt dafür, dass Mendin den Kontakt mit den Fremden wieder verliert, und wird schließlich des Or's habhaft. Bull hat einige Zeit später mentalen Kontakt mit den Regierenden von Cloreon, die sich Ge Droonenen, Ge Hardinin und Ge Vullnenen nennen. Sie halten ihn wegen seines Permits für den Krieger und laden ihn ein, das Archiv zu öffnen. So sollen die Begebenheiten der Vergangenheit nochmals lebendig werden, quasi als Prolog zur Letzten Schlacht.
Die Innensicht auf das Volk auf Eremit mit dem einzelnen Abweichler erinnert auch an das totale Staatsverständnis, welches auch Napoleon sazugebracht hat, sich die Bine als sein Symboltier zu wählen. Und wie immer bei Mahr, er unterschätzt was mit IT möglich ist. Seine Sicht auf die Gefahren eines solcher Art organisierten Staates sind zwar überraschend zutreffenden, aber dann soch in eine steampunkige Rückständigkeit gekleidet.

Ein Thema das Romans ist der Widerstand gegen Autoritäten, der sowohl vom Gewissen, als auch von anders Denkenden Vorgesetzten befohlen werden kann, glauben die vier Hanse Hanseln, die uns schon im letzten Band unangenem aufgefallen sind, an die Macht der Hanse, die gestärkt werden muß - mich erinnert ihre Motivation unangenehm an einen Roman eines Nazi-Kriegsverbrechers, wo ein Offizier die Qualität ukrainischen oder weißrussischen Bodens preißt; durchaus möglich, dass auch Mahr diesen Roman kannte, mein Vater (gleiche Generation) hat ihn gelesen und ich selbst habe ihn noch regelmäßig bei aus Wohnungsauflösungen gespeisten Flohmärkten gesehen - und Bully setzt seine Humanistische Postion sehr deutlich dagegen.

Die Operationen an der Planetenoberfläche haben für mich das absolute Westfrontfeeling - Heerscharen die sich in Trichtern unter Beschuß verschanzen und ein Ausweichen nach oben ist nicht möglich. Und am Ende wartete man auf die Fortsetzung, die aber nicht von Mahr kommen wird.

thinman
Benutzeravatar
nanograinger
Beiträge: 991
Registriert: 24.06.2024, 20:37
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 271 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von nanograinger »

thinman hat geschrieben: 26.11.2025, 10:37...
Ein Thema das Romans ist der Widerstand gegen Autoritäten, der sowohl vom Gewissen, als auch von anders Denkenden Vorgesetzten befohlen werden kann, ... - und Bully setzt seine Humanistische Postion sehr deutlich dagegen. ...
Auch in dieser Hinsicht hat sich Mahr völlig gewandelt. Zu Beginn der Serie war seine Darstellungen Perrys und des SI bestenfalls jingoistisch, und Widerstand gegen Autoritäten war nur dann okay, wenn es eben nicht Perry und Co. betraf. Hier gehen Bully die vier Hanse-Spezialisten bestenfalls auf die Nerven mit ihren ständigen Forderungen nach "Autorität durchsetzen".

Ich habe übrigens letzte Woche Band 53 "Die Verdammten von Isan" durchgelesen. Perry ist dort noch Telepath und Suggestor (!), aber darum ging es mir nicht. Die Beschreibung der Überlebenden eines Atomkriegs in den Bunkern hat ein völlig anderes Feeling als die Beschreibung des Planeten Holocaust im Vorgängerroman. Ja, natürlich leiden die Überlebenden unter den elenden Bedingungen, aber letztlich ist es die Beschreibung eines mehr oder weniger heroischen Kampfes ums Überleben, in dem sogar Frauen etwas beitragen dürfen. Der "Chefchemikerin" Isvera wird aber am Ende des Romans von Perry gesagt, "dass Ihnen ein Mann fehlt, der Ihnen ab und zu den Kopf zurechtsetzt und Ihnen zeigt, wie die Dinge wirklich sind."

Au Backe.
"Dein Pessimismus macht mich krank", sagte der Wurm. "Halt dich fest!"
thinman
Beiträge: 872
Registriert: 21.06.2024, 14:19
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von thinman »

nanograinger hat geschrieben: 26.11.2025, 14:45
Auch in dieser Hinsicht hat sich Mahr völlig gewandelt. (...)
Er wurde älter und damit Altersmilde.

Ich habe keine Ahnung, was außer Karl May und Hans Dominik er als jugendlicher gelesen hat, ich mußte halt an Den Glauben an Deutschland von dem alten Kämpfer, SA-General, ersten Kulturamtschef Münchens und Schlächter von Penzberg denken, der nur vom Inkrafttreten des Grundgesetzes vor dem Galgen gerettet wurde. Dieses Buch ist eine verdammt gute Quelle für die Sicht der Nationalisten auf den ersten Weltkrieg und es ist verdammt gut geschrieben, aber auch der kann nicht gegen die historischen Ereignisse anschreiben.
(Sein zweites Buch hingegen, dafür kann man ihn zurecht aufhängen - gequirllte braune Nazischeiße eines alten Kämpfers, der den Marsch zur Feldherrnhalle verpaßt hat - nicht einmal als Quelle zu gebrauchen. Deswegen habe ich mir die Stirn am Tisch angeschlagen und mir fast die Zehen am Tischbein gebrochen, ehe ich das nocheinmal lese, lasse ich mich lieber wegen Feigheit vor dem Feind erschießen.)

Es herrscht heute leider die erschreckende Tendenz das Werk als eine Einheit zu betrachten und alles mit der heutigen Moral zu bewerten. Ich frage mich da immer, hatten wir das nicht schon während dieser unseeligen 1000 Jahre, die uns sieben Generationen lang verflucht?
Mahr ist da ein Beispiel, dass sich die Sicht auch ändern kann, bei KHS frage ich mich immer, ob das Gespräch zwieschen Perry und seinem Schwiegersohn über das Recht auf Befehlsverweigerung nicht auch die Antwort auf die Vorwürfe, die im berüchtigtem Monitor-Bericht gemacht wurden, waren.

thinman
Benutzeravatar
nanograinger
Beiträge: 991
Registriert: 24.06.2024, 20:37
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 271 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von nanograinger »

thinman hat geschrieben: 26.11.2025, 15:24
nanograinger hat geschrieben: 26.11.2025, 14:45 Auch in dieser Hinsicht hat sich Mahr völlig gewandelt. (...)
Er wurde älter und damit Altersmilde.
Das ist es nicht alleine. Mahr hat sich definitiv in seinen Ansichten gewandelt, oder zumindest ist er gereift.
thinman hat geschrieben: 26.11.2025, 15:24 Ich habe keine Ahnung, was außer Karl May und Hans Dominik er als jugendlicher gelesen hat, ich mußte halt an Den Glauben an Deutschland von dem alten Kämpfer, SA-General, ersten Kulturamtschef Münchens und Schlächter von Penzberg denken.
Das ist wohl eine sehr persönliche Überlegung. Bei mir stellte sich beim Lesen der Romane (vor ein paar Wochen) keine Verbindung zum ersten Weltkrieg ein. Aber du hast ja bekanntlich einen sehr hohen Assoziations-IQ. ;)

Was Mahr gelesen hat als Jugendlicher (1934 geboren, bei Kriegsende 11 Jahre alt), wer weiß das schon. Nach dem Krieg waren Leihbüchereien noch groß im Geschäft, deren Niedergang setzte erst Mitte der 50er Jahre ein. Laut Mahrs PP-Artikel "inspirierte" ihn ein Leihbuch dazu, während des Studiums selbst Bücher zu schreiben, die eine bessere physikalische Basis hatten. Das war im Jahre 1959. Da liefen die Utopia-Zukunftsromane/Großbände schon seit 5-6 Jahren.

P.S. Beim Lesen von Mahrs PP-Artikel fiel mir gerade auf, dass Mahr ab 1962 bei Pratt&Whitney in East Hartford arbeitete, nur ein paar Meilen von Manchester, Connecticut und dem Case Mountain entfernt.
thinman hat geschrieben: 26.11.2025, 15:24 Mahr ist da ein Beispiel, dass sich die Sicht auch ändern kann, bei KHS frage ich mich immer, ob das Gespräch zwieschen Perry und seinem Schwiegersohn über das Recht auf Befehlsverweigerung nicht auch die Antwort auf die Vorwürfe, die im berüchtigtem Monitor-Bericht gemacht wurden, waren.
Zu Mahr: Siehe oben. Zu KHS: Auf welches Gespräch zwischen Perry und Waringer beziehst du dich hier?
"Dein Pessimismus macht mich krank", sagte der Wurm. "Halt dich fest!"
thinman
Beiträge: 872
Registriert: 21.06.2024, 14:19
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von thinman »

nanograinger hat geschrieben: 26.11.2025, 16:45
Zu Mahr: Siehe oben. Zu KHS: Auf welches Gespräch zwischen Perry und Waringer beziehst du dich hier?
Band 400 - über Das Recht, was Tifflor und die anderen Oberbefehlshaber haben. Mein E-book sagt, dass sei Seite 36

und genau diese Frage wird in den USA gerade jetzt heiß diskutiert.


thinman
Benutzeravatar
nanograinger
Beiträge: 991
Registriert: 24.06.2024, 20:37
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 271 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von nanograinger »

thinman hat geschrieben: 26.11.2025, 17:06
nanograinger hat geschrieben: 26.11.2025, 16:45
Zu Mahr: Siehe oben. Zu KHS: Auf welches Gespräch zwischen Perry und Waringer beziehst du dich hier?
Band 400 - über Das Recht, was Tifflor und die anderen Oberbefehlshaber haben. Mein E-book sagt, dass sei Seite 36
Auf meinem Handy ist das S. 185/186 von 221, ist also recht spät im Roman, unmittelbar bevor der Angriff der ATK startet.

Ich glaube nicht, dass das irgendetwas mit dem Monitor-Bericht zu tun hat. Das geht sich einerseits zeitlich schon nicht aus (Band 400 wurde am 2. Mai 1969 erstveröffentlicht). Im Monitor-Bericht werden übrigens die (fast) tausend Jahre Zeitsprung erwähnt. Die ganze Anlage des Cappin-Zyklus baut ja darauf auf, dass der Ausweichplan des Falls Laurin von langer Hand vorbereitet wird, womit Rhodan und die Solare Menschheit den militärischen Konflikt (vorerst) umgeht.

Andererseits wäre die mögliche Befehlsverweigerung im Roman (von Tifflor und den Raumschiffskommandanten) ja nicht das Verweigerung von verbrecherischen Befehlen, sondern umgekehrt das Verweigern von Befehlen zur militärischen Zurückhaltung im Falle, dass Laurin nicht klappt. Ich glaube nicht, dass dies eine "Mäßigung" im Sinne der Vorwürfe des Monitor-Bericht darstellt.
"Dein Pessimismus macht mich krank", sagte der Wurm. "Halt dich fest!"
thinman
Beiträge: 872
Registriert: 21.06.2024, 14:19
Hat sich bedankt: 323 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: Klassiker - Die Chronofossilien

Beitrag von thinman »

nanograinger hat geschrieben: 29.11.2025, 20:13 Andererseits wäre die mögliche Befehlsverweigerung im Roman (von Tifflor und den Raumschiffskommandanten) ja nicht das Verweigerung von verbrecherischen Befehlen, sondern umgekehrt das Verweigern von Befehlen zur militärischen Zurückhaltung im Falle, dass Laurin nicht klappt. Ich glaube nicht, dass dies eine "Mäßigung" im Sinne der Vorwürfe des Monitor-Bericht darstellt.
Wenn ich den Monitor-Bericht richtig in Erinnerung habe ging es um den Protofaschismus durch strikten militärischen Gehorsam. Und ein Schießen trotz Verbots auf den Feind ist eine aktive Befehlsverweigerung genauso wie das nicht Schießen trotz eindeutigem Feuerbefehls, gerade mit der mitgelieferten Begründung, warum derartige Befehlke verweigert werden müßten.

Aber ich glaube, diese Diskussion sollte eher in einem Thread über die 400er geführt werden als hier. Mir ist da auch noch eine Szene in dumpfer Erinnerung wo sich eine der wichtigeren Nebenfiguren darüber beschwert, dass wegen blödsinniger Befehle auch noch beinahe ein finanzieller Schaden hätte entstehen können, zusätzlich zum Tod einer der zyklusrelevanten Figuren. Kann das Kosum in einer Begengnung mit Ovaron gewesen sein?

thinman
Antworten