Perry Rhodan 3353: Perfekter Plan mit kleinen Fehlern von Olaf Brill

Besprechungen und Infos zur Erstauflage der Perry Rhodan-Serie

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Die Story des Romans - sehr gut
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Der Schreibstil des Autors - sehr gut
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Miras-Etrin
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Re: Perry Rhodan 3353: Perfekter Plan mit kleinen Fehlern von Olaf Brill

Beitrag von Miras-Etrin »

Mann, Husarenkrapfen und Kosackenzipfel nochmal!
Jetzt haltet endlich mal Ruhe im Karton.
Ihr übertreibt es wirklich mit der Streiterei.

:-D
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Larsaf
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Tennessee
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Re: Perry Rhodan 3353: Perfekter Plan mit kleinen Fehlern von Olaf Brill

Beitrag von Tennessee »

Nou,

heute mal ohne Tee und Musik und kurz und knapp (hoffentlich)!

Die Story des Romans hat mir gut gefallen. Ich mag solche Agenten- und Infiltrationsgeschichten. Auch das Ende mit dem Plan B im Plan A und der Kaperung der HELIOS fand ich gut. Und ich sage es geradeheraus ins Irgendwo an Irgendwen: Ich will den Rest der HELIOS auch, mit Atlan als Kommandant! Lasst die SOL wo sie ist, bringt Michael Rhodan wieder her und nutzt die HELIOS als neues Flagschiff des Galaktikums oder der Terraner oder als Sondereinsatzschiff. Ich mag die Kombination aus Retromodell mit teilweisen Updates bei der HELIOS gut leiden, das gibt eine schöne Kombi aus Schwachstellen und Starkstellen, mit der man gut erzählen kann.

Bei dem Liebespaar Leni Hazard und Dale Fortune hatte ich gerade zu Anfang gruselige Assoziationen, die aus den Fernsehserien "The Boys" oder "Gen V" stammen und die irgendwie ganz viel mit Schleim und dem Geräusch "Plöpp" zu tun hatten. Aber wenn sich die Besteigungen lohnen - wer bin ich die Freuden anderer zu kritisieren?

Atlan erschien mit an einigen Stellen des Romans unpassend erzählt. Formulierungen wie "Der Pentafer heulte entrüstet auf." bei Atlans Wahrnehmungen oder die Selbstaussage, dass er "patzig" auf seinen Extrasinn reagiere, wirkten für mich als eher recht beliebige Ich-Perspektive denn als Atlan-typisch. Da hätte ich spöttischere, zynischere oder auch nüchternere Kommentare erwartet. Und auch wenn ich von Handlungsschauplätzen wie der Provcon-Faust sofort abgeholt werde (Ich finde es ja schön, wenn die Serie auch aus diesen alten Handlungsorten schöpft...), fand ich den Arkoniden bei seinen Retrospektiven etwas zu plappernd und plaudernd. Aber bei den Worten "Die HELIOS hat einen neuen Kommandanten." reagierte ich mit einem zufriedenen "Yes, Sir!"

Und da kommen wir zu USO. Bei Taurecs schmutzigen Unterhosen, wer hatte die Idee bei der USO das "Du" einzuführen? Ich mag das Siezen und Sirzen und Ma'amzen total. Schlechte Idee, schreiben Sie es auf und beschäftigen Sie sich so schnell wie möglich damit! (Heinz Erhardt sagte sowas ähnliches mal.) Und Chrekt Chur? Ich finde den ja schlecht. Also, ich finde den gut, also, ich finde gut, dass ich den schlecht finde. Als Geschäftsführer der USO ist er vielleicht klasse und er darf gerne weiter verwalten, aber Monkey sollte als Lordadmiral und Einsatzleiter schnell zurück, vielleicht als Doppelspitze mit Chur, der eine als Direktor (CEO) und der andere als Lordadmiral (Pistolero). Chur im Einsatz bzw. als Einsatzleiter, das machte der Roman auch deutlich, wirkt eher wie Topsider, der einen Stützschwanz braucht. .... Moment... Den brauchte der ja auch im Roman, sonst wäre er umgefallen. ... Ich liebe es, wenn der Roman und ich die gleiche Meinung haben.

Stilistisch brauchte ich etwas, um in den Roman zu kommen. Ich kann gar nicht sagen warum. Manchmal gibt es ja Romane, in denen man sofort drin ist, hier habe ich etwas gebraucht. Keine Ahnung warum. Die Wylon-Handlung finde ich immer noch schön. Auf mich wirkt dieser Gegner wie einer auf Augenhöhe, der nachvollziehbar "kämpft" und den man nachvollziehbar "bekämpfen" kann.

Aber warum bei Vishnas ausgeleierten BHs mussten die Hauptfiguren im Figurenkasten so typenhaft sein? Was war jetzt der Sinn statt Atlan "Lordadmiral" zu schreiben und statt Chrekt-Chur "Der Direktor"? Ich kenne das von Texten, die statt von Personen von Typen erzählen wollen, also "der Geizige", "die Mutter" oder "der Torwart". Aber hier? Wieder ein Versuch hochliterarisch sein zu wollen? Was auch immer es sein sollte - ich hab es nicht verstanden und es hat bei mir nicht geklappt.
"Die Nacht schuf tausend Ungeheuer - doch tausendfacher war mein Mut!"
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PHOENIX
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Re: Perry Rhodan 3353: Perfekter Plan mit kleinen Fehlern von Olaf Brill

Beitrag von PHOENIX »

Tennessee hat geschrieben: 29.11.2025, 19:17 Nou,

Die Wylon-Handlung finde ich immer noch schön. Auf mich wirkt dieser Gegner wie einer auf Augenhöhe, der nachvollziehbar "kämpft" und den man nachvollziehbar "bekämpfen" kann.
Jein!
Zum Einen stimmt es, zum Anderen ist doch ziemlich evident, dass Chrekt-Yon zumindest indirekt via Frau Bogarde irgendwie nicht nur an seiner etwas abstrusen Privatrache boselt, sondern in einen viel weitreichenderen Plan noch unbekannter Strippenzieher gegen San eingebunden ist, die entsprechende Aktivitäten in den am Projekt beteiligten Galaxien synchronisieren und mutmaßlich generalsteuern.

Freilich hast Du recht, dass im Moment noch nicht so wirklich klar ist, ob die Wyloneers über die Milchstraße hinausgreifen könnten oder ob sie nur eine lokale Gruppierung für die Heimatebene sind.
Letztlich war ja auch der CdL lediglich das Milkyway-Projekt Kmossens, der auch andernorts, aber dort mit anderen Hilfskräften agierte.

Insofern bin ich mir über die Stellung Chrekt-Yons noch nicht so wirklich klar: Wenn ich es nicht überlesen habe, wird in seinen Beschreibungen im PEGASOS-Zyklus bisher noch nichts über eine "höhere Anbindung" angedeutet.
Aus den lapidaren Überlegungen Celina Bogardes in PR 3341
"Die Paria" wissen wir, dass sie zumindest glaubt, dass der Topsider
Nichts von den Legaten ahnt:
Und das bedeutete, dass mein aktuelles Safe House tatsächlich sicher war, denn von ihm ahnte John genauso wenig wie von den Legaten Zumindest dachte ich das.

Zum Verhältnis Bogardes zu Chrekt-Yon heißt es dort:
Es brachte nichts, aus meinem Versteck zu kommen, solang ich nicht auf Wylon Hypertech und alle damit verbundenen Ressourcen zugreifen konnte.
Dazu allerdings musste ich John veranlassen, mich zumindest unter der Hand wieder in seine Dienste zu stellen - und ihn dadurch in meine Dienste zu stellen.


Ist Chrekt-Yon per se bisher nur auf Privatrache-Trip und dadurch nebenbei ein bis dato ahnungsloses Werkzeug Bogardes und der Legaten in einem höheren Plan?

Oder täuscht sich Bogarde darin?
Ad Astra!
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