KI kann Videos selbst erstellen, Musik selbst machen, beides auch verändern und modfizieren - und Bilder natürlich ebenso.
KI und Urheberrecht - dazu ein PDF-FAQ der Bundesregierung
KI bietet Chancen: Man kann seine Werke verbessern. Gerade die nervigen Nacharbeiten Sachen abzurunden kann die KI helfen. Die KI kann auch, wenn man eine grobe Idee hat Inspiration liefern, mit der man dann weitermacht (ich lasse mir immer wieder gerne mal Vorschläge für NSCs im Rollenspiel per KI machen).
Ich habe auch schon mal mit vielen Folgefragen und vielen Modifikationen (also nicht komplett KI generiert, mir eine komplette fiktive Horror-Kleinstadt in den USA für eine World of Darkness Runde gemacht - kann sie hier nicht zeigen, weil ich die Dokumente mit Bildern gemacht habe, die ich nicht veröffentlichen darf

Kreative Menschen die gut sind, Dinge zu schaffen, aber mit dem Feinschliff Probleme haben, können sich hier die Hilfe von KI holen (wenn man keinen Lektor bezahlen kann/will - der natürlich mehr kann als die KI - aber mit KI ist man zumindest einen Schritt weiter).
KI bietet Gefahren: Deepfakes sind das eine. Es geht soweit, dass es problemlos möglich ist, ein Video von Personen hochzuladen und dann Text einzutippen, den schließlich die Person in einem neu generierten Video perfekt wieder gibt (Bsp.: Youtube-Video Beispiel - aienverständlich
Dazu kommt, dass viele KIs trainiert wurden mit Material, das zum Teil urheberrechtlich geschützt war und in deren Fähigkeiten eingeflossen ist. Und nun sehen sich viele Künstler bedroht, dass nun andere Material mit dem eigenen Stil erstellen können, bzw. Sorge haben dass Textpassagen, Bildteile, Melodiestücke etc. in andere Werke einfließen und eine große Schwemme auf den Markt kommt und sie die Kontrolle über ihre Sachen verlieren. Sich in Beliebigkeit verlieren.
KI kann Schauspieler wiederbeleben. Waren die ersten Versuche noch holprig ist es keine Frage mehr, bis das Aussehen von Schauspielern auf andere gelegt werden kann, bis hin zu kompletter Neugenerierung aufgrund von Basismaterial. Und die Filmfirmen haben schon Interesse daran, die Rechte daran zu bekommen, um lange nach dem Tod die bekannten Schauspieler quasi weiterzuführen.
Das nun mal als Themeneröffnung. Ich sehe viele Chancen für die kreative Zunft durch die KIs - aber ich sehe auch viele Gefahren. Die Menschen, die vor allen durch grundsätzlich neue Ideen, Kompositionen etc. ihr kreatives Schaffen gemacht haben, werden wohl weniger Angst vor den KIs haben. Aber die, die vor allem in dem "Wie", d.h. der Formulierungskunst, den Farbenstrichen, den klaren Kanten etc, also im Stil ihre Kunst gesehen haben... da ist die KI gefährlich.
Grundsätzlich sind abstrakte Geschichten in ihrem Aufbau/Figuren nicht urnheberrechtlich geschützt, Stile sind auch nicht urheberrechtlich geschützt. Rechtlich geschützt sind die konkreten Ausführungen jeweils - sonst hätten wir Harry Potter nie gehabt, denn Buchreichen über magische Schulen, in denen die Hauptchars hingegangen sind, mit magischen Verschwörungen gab es vor Harry Potter (vergl. Fantasyjugendücher von : Diana Wynne Jones
) und nach Harry Potter .... von den unzähligen tausenden Vampirgeschichten von Vampire Diaries, Interview mit einem Vampir, Vampire Academy, Twilight-Serie usw. ganz zu schweigen.
Markenrechtlich können (und werden häufig) bestimmte Begriffe/Bilder geschützt für bestimmte Bereiche (es gibt Wortmarken und Bildmarken), um gerade beim Franchise dafür zu sorgen, dass die Rechte und das Umfeld kontrollierbar bleiben. ("Perry Rhodan" dürfte geschützt sein. Ob der "Atlan" geschützt ist als Marke... gut möglich - aber wird wohl nicht verhindern, dass der Name in einem Fantasyroman auftauchen könnte ohne das Markenrecht zu verletzen...), "Gucky" wiederrum vermute ich ist geschützt (schon weil da ja auch mit Plüschfiguren und Kinderbüchern ein Franchise drumherum gebaut wurde). Markenrecht ist aber kompliziert und ich möchte nicht abschweifen.
Ich habe vor in diesem Thread neue Entwicklungen (rechtlich, technisch etc. zu verlinken/besprechen), aber bin auch auf eure Meinungen, Eindrücke zu dem Thema gespannt. Ich habe keinen Zweifel, dass es sehr kontrovers ist... war kürzlich erst bei einer Autorenrunde, wo etwa 1/3 davon begeistert waren und 2/3 der Meinung waren, dass das generell verboten gehört.
P.S.: Es gibt rechtlich keine Verpflichtung anzugeben, ob man das Werk mit Unterstützung von KI geschaffen hat oder nicht. Die Verpflichtungen ergeben sich derzeit in der Regel durch die konkreten Verträge mit Verlagen, Plattenfirmen etc. wo die Künstler zusichern, dass es nicht mit KI gemacht wurde, oder wenn angeben was und wieviel... - dabei ist es einerseits Druck der etablierten Künstler die sich schützen wollen und von den Verlagen quasi verlangen das mitaufzunehmen, auch wenn sie mit anderen Künstlern arbeiten. Und auf der anderen Seite die Sorge der Verlage von dem noch nicht kalkulierbaren Risiko, wenn in dem KI-generierten Werk zuviel von etwas Geschütztem/Erkennbaren drin ist und sie sich haftbar machen können.