Tell Sackett hat geschrieben: ↑29.09.2024, 19:40
Ansonsten passiert nicht viel. [Der Wüstenplanet, Buch 2]
Dann solltest Du niemals Werke von Adalbert Stifter lesen ...
Was die Verfilmungen angeht, so fand ich die insgesamt 6-teilige Reihe 'Dune' (270 Minuten) und 'Die Kinder des Wüstenplaneten' (250 Min.) von 2000/2003, recht annehmbar. Die Neuverfilmungen sah ich noch nicht. Das Problem bei den Verfilmungen sehe ich wie folgt: Verfilmt man originalgetreu wird es zu langatmig, verfilmt man es verdichtet, wird es ein unverständlicher Actionfilm.
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Cybermancer hat geschrieben: ↑29.09.2024, 11:50
(...)
Meine ersten SF-Roman waren übrigens die ersten 6 Bände Commander Perkins von H.G. Francis.
(...)
Ha! Die kenne ich nur als Europa-Hörspiel...Hat mir damals durchaus gefallen, auch wenn ich gar kein Freund von Zeitreiseabenteuern war...
Die Buchreihe war wohl komplett anders als die Hörspiele (Die kenne ich wiederum nicht).
Die Bücher waren ohne Zeitreise, hab extra nochmal nachgeschaut (Manchmal dauert es bei mir).
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You cannot win, only break even.
You can only break even at 0K.
You can never reach 0K.
Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen.
Habe ich damals in meiner Stephenson-Phase auch gelesen.
Ich glaube mit diesem Buch endete sie dann auch...War irgendwie 'ne ganz nette Idee, aber man merkte dem Buch an, dass es nicht allein von Stephenson war; seine Co-Autorin steuerte, glaube ich sogar den Löwenanteil dazu bei.
Wie gesagt: Ich begann sehr interessiert und war dann froh, als es durch war.
Kommt meiner Ansicht nach nicht an seine Barock-Trilogie heran, aber die erachte ich auch als sein Meisterwerk
Du verstehst es einem Mut zu machen für die kommenden 800 Seiten die noch vor mir liegen.
Ist mein erster Stephenson, kann also keinen Vergleich ziehen.
Fellmer hat geschrieben: ↑19.10.2024, 15:45
Du verstehst es einem Mut zu machen für die kommenden 800 Seiten die noch vor mir liegen.
Ist mein erster Stephenson, kann also keinen Vergleich ziehen.
Ich wollt's dir nicht vermiesen...
Es war unterhaltsam, reichte nur eben meiner Meinung nach nicht an seine vorherigen Romane heran...
Habe gestern bei rebuy noch etwas bestellt. Bei Amalthea von Stephenson musste ich lange überlegen ob oder ob nicht.
Habe es dann letzten Endes dann doch nicht bestellt. Die Meinungen dazu im Netz waren eher richtig -muss man sich nicht antun-.
Kennst du Amalthea auch?
Fellmer hat geschrieben: ↑20.10.2024, 13:19
(...)
Kennst du Amalthea auch?
Ja, das habe ich als sehr unterhaltsam in Erinnerung.
Allerdings entfernt sich die Geschichte in ihrem Verlauf immer weiter in eine kaum vorstellbare Zukunft mit allen Konsequenzen.
Der Roman ist zu Beginn erstklassig durchdachte Hard-SF allerdings mit hohem menschlichen Anteil.
Gerade dieser Teil des Buches hat mir sehr gefallen.
Das spätere Setting auf der modifizierten ISS fand ich auch noch sehr, sehr spannend.
Doch letztlich gibt es dann einen gewaltigen Zeitsprung und das ist dann sehr gewöhnungsbedürftig. Wobei es mir streckenweise immer noch recht gut gefiel. Das ist dann reine Geschmacksache.
Ich behalte das Buch insgesamt sehr gut in Erinnerung. Angeblich wird es demnächst von Ron Howard verfilmt. Mal sehen...
Eine echte Herausforderung stellt das Buch "Anathem" dar...
Das Teil ist der Hammer. Allerdings auch deutlich schwerere Kost...
Letztlich natürlich auch Geschmacksache, aber auf deutlich höherem Level...
Zuletzt geändert von Tell Sackett am 20.10.2024, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
Das Idol meiner Jugend war Grant Morrison. Als ich mit 15 das erste Mal „Arkham Asylum - a serious House on serious Earth“ von ihm gelesen habe und kurz darauf sein „Doom Patrol“, war es um mich geschehen. In den fogenden Jahren habe ich dann (fast) alles von ihm gelesen, was ich finden konnte.
Grant Morrison ist ein Schotte, der sich in die elitären Kreise der amerikanischen Comicverlage hochgearbeitet hat und dort das Genre der Superhelden mit interessanten und psychedelischen Konzepten neu definiert hat.
Das Buch „Supergods“ besteht im Kern aus drei Themengebieten. Ich werde die hier mal folglich grob gliedern:
1. Essays über die Geschichte der Superhelden, die Grant im Kontext von Zeitgeschehen, Mythen/Religion, Kunst- und Literaturgeschichte chronologisch erzählt.
2. Autobiografische Kapitel, wo er Einblicke in sein Leben gewährt und seinen Werdegang als enfant terrible in der Comicindustrie skizziert
3. Berichte seiner Transzendalen Erfahrungen, meist auf Grundlage von Halluzinogenen, die er sich in den 90er reingepfeffert hat. (Dieser Teil wird sicherlich die meisten Leser gelangweilt zurücklassen. Ich fands Klasse)
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und hat dazu geführt, dass ich Morrisons Comicarbeiten wieder lesen und auf Gundlage von „Supergods“ neu entdecken möchte.
Allerdings ist das Buch nicht perfekt. Die Brüche zwischen den Themengebieten sind meist sehr rabiat, sodass ich manchmal das Gefühl hatte, komplett unterschiedliche Bücher zu lesen.
Ausserdem gab es an einigen Stellen zu viel Autorenbashing an Kollegen, was Grant nicht nötig gehabt hätte. Vor allem bei Alan Moore hat Gant keine Gelegenheit ausgelassen, um ihn durch den Kakao zu ziehen. (Auch wenn Grants Analyse von „Watchmen“, die sich über unzählige Seiten zieht, wirklich unterhaltsam ist)
Ich glaube das Buch wurde auch auf Deutsch verlegt, habe mich aber für die englische Ausgabe entschieden, weil ich Grant unverfälscht und in Reinform geniessen wollte.
Fazit: Wer sich etwas in der Comicgeschichte, primär Superhelden, auskennt, dem kann ich das Buch ans Herz legen. Für Leser, die das Thema nur interessiert, aber keine Vorerfahrungen haben, könnte das Buch, aufgrund von viel Namedropping, etwas verwirrend werden.
Shogun von James Clavell...
Gewaltiger Abenteuerschinken (über 1000 Seiten).
Beeindruckend, wie es Clavell gelingt, diese völlig andere Kultur einem näher zubringen.
Da erinnerte ich mich wieder an die Beschreibung des japanischen Autoren, Yukio Mishima, der sinngemäß meine, die japanische Kultur sei elegante Grausamkeit...das wird in dieser epische Geschichte mehr als deutlich
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Tell Sackett hat geschrieben: ↑15.11.2024, 09:55
Shogun von James Clavell [...]
Die Verfilmung mit Richard Chamberlain von 1980 hat mir gut gefallen, da hat er gut gespielt, die Neuverfilmung sah ich noch nicht.
Gelesen habe ich von Clavell nur sein erstes und mit ca. 380 Seiten vergleichsweise dünnes Buch: 'Rattenkönig' von 1962, in dem er den Kampf alliierter Gefangener um das Überleben in einem japanischen Gefangenenlager in Singapur beschreibt. Das Buch hat mich damals (1980 las ich es) durchaus beeindruckt und mich an den Ausspruch von Brecht erinnert: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“ (Dreigroschenoper 1928).
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