PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Heftbesprechungen zur Perry Rhodan-Serie
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Kjeldahl
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Re: Vorläufiges Ende meiner Heftbesprechungen

Post by Kjeldahl » 02.02.2021, 21:48

Gerade hatte ich tatsächlich einen pr3101 gelesen


Eine Erfolgsmischung.
Andromeda. Eine verschollene Lemurerkolonie etwa auf unserem aktuellem Technikniveau. Bestien. Verschollene Chaotarchen Schiffe.

Laurin
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PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by Laurin » 03.02.2021, 03:22

Ich mache für den neuen Zyklus auch mal einen neuen Thread auf - auch wenn ich nach wie vor nicht zu einzelnen Heftbesprechungen komme.

Band 3100 "Sternenruf" von Montillon/Vandemaan

Den Auftaktband fand ich recht gut, auch wenn er nicht spektakulär sondern eher ruhig verläuft. Diese Freiräume werden aber von den Autoren gut genutzt, die Situation auf der wiedergewonnenen Erde und das Leben der Protagonisten zu schildern, mit kurzen Rückblicken auf die letzten 25 offenbar friedlich verlaufenen Jahre, und auch mit Blick auf die Entwicklungen und Veränderungen in der Milchstraße.

Dort hat man sich offenbar den bekannten Vorsatz "mehr Demokratie wagen" zu Herzen genommen, und im Tamanium darf nun sogar gewählt werden, und im Kristallimperium, äh der 'Kristallrepublik' regiert der gewählte 'Kristallkanzler'. Sehr positiv, dass man sich in der eingehefteten Beilage die Mühe gemacht hat, die Sternenreiche der Milchstraße genauer zu beschreiben, sogar mit konkreten Angaben zur Anzahl der jeweils besiedelten Welten und verfügbaren Flotten.
:yes:

Der für mich einzige Wermutstropfen waren für mich die Vorgänge in der 'Kluft' um die Explorer-Komandantin Ariela Stafoba. Die ignoriert einfach mal aus Abenteuerlust den unmissverständlichen 'Stop'-Befehl ihrer Residentin und fährt mitsamt ihrem Explorer samt Besatzung in die sich im Weltraum geöffnete 'Kluft' ein, obwohl dort andere physikalische Bedingungen herrschen, und völlig unklar ist, wie lange die Kluft stabil bleibt. Eigentlich völlig gaga und verantwortungslos - und würde in jeder halbwegs normal funktionierenden Hierarchie jedem Kommandanten den Job kosten. Und nicht nur das, entert sie dann das sich darin nähernde halbzerstörte fremde Raumschiff mit einem kleinen Prisenkommando und sucht dort, fast wie in Todessehnsucht, trotz ihrer minderwertigen militärischen Explorerausrüstung die sich dort abspielenden heftigen Kämpfe auf (und natürlich ohne die Situation vorher durch Sonden abzuklären).

Sorry - so eine Handlungskonstruktion macht einfach keinen Sinn, und ist eigentlich nur dem Drang geschuldet, irgendwie etwas Action in die Handlung zu bringen.
:no:

(Da der Band von den zwei Expokraten geschrieben wurde, kann ich mir gut vorstellen, von wem dieser Handlungsstrang stammt :rolleyes: )


Es ist wirklich schade, dass solche abstrusen Handlungskonstrukte in der Serie immer wieder vorkommen, meist um ein bisschen 'Action' und Spannung zu generieren. Das ginge sicher auch anders. Davon abgesehen, kein schlechter Auftaktband (besser als Band 3000). Auch der weitere Handlungsbogen hört sich recht interessant an.

Laurin
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Re: Vorläufiges Ende meiner Heftbesprechungen

Post by Laurin » 03.02.2021, 03:35

Kjeldahl wrote:
02.02.2021, 21:48
Gerade hatte ich tatsächlich einen pr3101 gelesen


Eine Erfolgsmischung.
Andromeda. Eine verschollene Lemurerkolonie etwa auf unserem aktuellem Technikniveau. Bestien. Verschollene Chaotarchen Schiffe.
Da bin ich noch dabei. Fängt aber zumindest schon mal nicht schlecht an, und Robert Corvus kann auch gut erzählen. :-)

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Re: PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by LaLe » 03.02.2021, 07:39

Der Doppelband 3101/02 ist schon "guter Stoff". Die Fragezeichen wurden aber bei mir nicht weniger und ich habe schon wieder das Gefühl von den Expokraten hingehalten zu werden. Die Geheimniskrämerei um die Deserteure nervt mich jetzt schon. Ich vertraue aber mal auf Roberts Aussage, dass da eine für ihn befriedigende Erklärung folgen soll (wenn auch erst später) und dass die mich auch zufriedenstellt.

Hier mal meine Kommentare zu den ersten Bänden

3100 - Sternenruf von Wim Vandemaan und Christian Montillon
3101 - Die Letzten der Lemurer von Robert Corvus
3102 - Der Eiserne Kontinent von Robert Corvus

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Re: PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by giffi marauder » 03.02.2021, 09:25

LaLe wrote:
03.02.2021, 07:39
Der Doppelband 3101/02 ist schon "guter Stoff". Die Fragezeichen wurden aber bei mir nicht weniger und ich habe schon wieder das Gefühl von den Expokraten hingehalten zu werden. Die Geheimniskrämerei um die Deserteure nervt mich jetzt schon. Ich vertraue aber mal auf Roberts Aussage, dass da eine für ihn befriedigende Erklärung folgen soll (wenn auch erst später) und dass die mich auch zufriedenstellt.

Hier mal meine Kommentare zu den ersten Bänden

3100 - Sternenruf von Wim Vandemaan und Christian Montillon
3101 - Die Letzten der Lemurer von Robert Corvus
3102 - Der Eiserne Kontinent von Robert Corvus
Na echt jetzt?
“I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain. [Pause] Time to die.”
https://de.wikipedia.org/wiki/Tannh%C3%A4user_Tor

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Re: PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by Kjeldahl » 03.02.2021, 20:18

3102... Also. ..

Gefiel mir gar nicht. Ein Landserroman.
Ein wenig wie Starwars. Die Gegner nur Tontauben. Die Situation an den Haaren herbeigezogen. Die Hypertechnologie abgeschaltet, um den Gegner nicht zu warnen? Echt jetzt?

Die Technologie mal eben geschwächt, damit man absurde Bedrohungslagen beschreiben kann. Platzende HÜ Schirme...... naja.

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Richard
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Re: PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by Richard » 03.02.2021, 22:40

Der Roman war doch eher mal so als eine Reminiszenz an KHS gerdacht. Und zumindest viele der Leute im PR Forum, die ich als "KHS Nostalgiker" sehe und oftmals auch als "MDI Zyklusliebhaber" bekannt sind, wirkten durchaus zufrieden mit dem Band.

Mir war er aufgrund der vielen kleinen Kapiteln etwas zu zerrissen; anderen hat genau das gut gefallen ...

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Re: PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by Kjeldahl » 04.02.2021, 10:51

Habe das auch mal im PR Forum kommentiert... das erste Mal seit Jahren.
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 89#p745189

Laurin
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PR 3101 - Die letzten der Lemurer von R. Corvus

Post by Laurin » 05.02.2021, 16:10

Den Band 3101 fand ich richtig gut.

Man landet im Gefühl der technischen Überlegenheit auf einem fremden Planeten, der noch keine Hypertechnologie entwickelt hat, und erleidet fast Schiffbruch, als man trotz aller High-Tech unverhofft entdeck wird und unter heftigen Beschuss gerät. Sowohl die Charakterisierung wie auch die Handlungserzählung fand ich sehr gelungen.

:yes:

Band 3202 habe ich noch nicht durch, fand aber das Gap zwischen 3101 und 3102, welches die Selbstoffenbarung der Galaktiker auf dem Führungstreffen der Lemurer und deren Reaktionen mal eben überspringt, schade - genau deren erschrockenen Reaktionen und wie man dann trotzdem zu einer Zusammenarbeit kommt, hätte ich sehr erzählenswert gefunden.

Mal schauen wie es weiter geht ...

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Re: PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by LaLe » 05.02.2021, 16:12

Mir gefiel dieser Sprung wiederum recht gut.

Anderenfalls wäre es wohl nicht mehr zur "Schlacht um den Turm" gekommen. Zumindest wäre die wohl anders verlaufen.

Die ersten Seiten von 3103 habe ich auch schon durch. Da wird es immer dann, wenn Christian Montillon Analogien oder Metaphern bemüht, für mich schwierig.

"... intensiv wie perlendes Mondlicht..."
"... schmeckte wie pulverisiertes Feuer..."

Keine Ahnung was in anderer Leute Köpfe dann abgeht, das was in meinem abgeht ist aber ziemlich sicher nicht was er damit beschreiben will.

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Re: PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by LaLe » 07.02.2021, 09:25

Mit dem aktuellen Roman bin ich durch.

3103 - Angriff des Lichtfressers von Christian Montillon

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PR 3102 - Der Eiserne Kontinent von R. Corvus)

Post by Laurin » 08.02.2021, 02:10

Nach den bisherigen Kommentaren hier war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch, muss aber sagen dass auch der zweite Band von Robert Corvus gut bei mir ankam. Weder hatte ich den Eindruck, dass die Autoren etwas unnötig in die Länge ziehen, noch würde ich den Roman als 'Landserroman' abqualifizieren - aber okay, ich gehöre halt wohl auch zu den Fans von KHS.
;)

Im Vergleich zum vorherigen Zyklus sehe ich eher ein hohes Erzähl-Tempo. Man hält sich nicht lange mit Reisebeschreibungen auf, sondern stößt überraschenderweise gleich bei den ersten Kontakten auf Kräfte, die offenbar mit den Chaosmächten in Verbindung stehen, was zu heftigen Konflikten und auch zu schmerzlichen Niederlagen führt.

Okay, nach dem ersten Gefecht beim Wrack der Onokko, bei dem sich die Terraner technologisch enttarnten, war eigentlich zu erwarten, dass der Gegner rund um den Turm davon informiert ist, und hätte man eigentlich auch gleich mit allen verfügbaren technologischen Kräften vorrücken und zuschlagen können - ich würde aber mal davon ausgehen, dass der erfahrene Rhodan zumindest damit gerechnet hat, dass dort Chaoskräfte am Werk waren und er deren technologische Überlegenheit fürchten musste, und er nicht ohne Not gleich alle Karten (z.B. die BIO BREISKOLLl) offenbaren wollte - und darum wiederum auf das Niveau von 'Primitivtechnologie' abtauchte. Das wäre zumindest ein Erklärungsansatz - auch wenn dann trotzdem alles irgendwie in die Hose ging ... außer dass man den Turm dabei immerhin auch zum Einsturz brachte.

Ich fand es mal ganz gut, dass es nicht wieder der nun schon zigmal vorgeführte völlig unwahrscheinliche und eigentlich absurde Agenteneinsatz war, sondern dass gleich von Anfang an sorgfältige auf militärische Absicherung geachtet wurde; das verlieh der ganzen Erzählung dann doch deutlich mehr Glaubwürdigkeit. Auch der Konflikt zwischen dem Anspruch der Militärs, möglichst alles optimal abzusichern, und einer höheren Risikobereitschaft Rhodans war im ersten Band gut herausgearbeitet. Warum aber jedes Mitglied der Kampfgruppen einen Tara zur Seite hatte, aber ausgerechnet Rhodan und Gucky als Leiter keinen, wissen wohl nur die lemurischen Götter.

Die Idee der Roboterbestien fand ich überraschend, und auch die Charakterisierung der jungen Axelle Tschubai, inklusive ihrer anfänglichen Schüchternheit, wirklich gut - und verführte ab und an zu einem Schmunzeln. Dass der Liebhaber der beiden Bhanlamurerinnen einer der Bösewichte war, zeichnete sich aber schon in der zweiten Hälfte vom ersten Band ab. Aber immerhin rätselten auch Rhodan und Gucky an dem schönen Frauenhelden herum.

Ich fand das bisher einen wirklich gelungenen Zyklusauftakt, und bin gespannt, wie es weitergeht.
:yes:

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Re: PR Chaotarchen-Zyklus (ab Band 3100)

Post by Kjeldahl » 08.02.2021, 15:23

Die Roboter Bestien.... nun, die hatten mich kaum überrascht. Diese Panik vor den Bestien. und das nach 1000 Jahren. Mit offensichtlichen Ausfällen beim zwischenzeitlichen Nachgucken.
Wären da echte Bestien gewesen, hätten die sich schon lange zuvor bemerkbar gemacht. Egal, ob die Bhanlamurer Hyper-Dings nutzen oder nicht. Die hätten die einfach plattgemacht. Gewollt und gekonnt.

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PR 3103 - Angriff des Lichtfressers von C. Montillon

Post by Laurin » 09.02.2021, 05:01

Das Zyu wabert durch die Gänge der BIO BREISKOLL und labt sich an den Besatzungsmitgliedern - und hat irgendwie den Auftrag, das eroberte Raumschiff beim gestrandeten Chaoporter abzuliefern. Die Handlung wechselt zwischen dem Zyu, diversen betroffenen Besatzungsmitgliedern und unseren Protagonisten, die verzweifelt versuchen zu überleben und das eigene Raumschiff zu retten.

Obwohl gut geschrieben, war diese Handlung so gar nicht meins. Irgendwelche Überwesen, die Bevölkerungen aussaugen, hatten wir auch schon in früheren Zyklen reichlich, und dass man die konkreten Beschreibungen, wie dieses Wesen dann den Unglücksraben Leben UND Gehirn aussaugt, auch noch als "Zwischenspiele" bezeichnet, hat mich ehrlich gesagt abgestoßen.

Die Handlung gibt ansonsten nicht viel her, Rhodans Truppe auf dem Planeten hat irgendwie eine der zerstörten Spacejets halbwegs zusammengeflickt, sodass er der BIO BREISKOLL folgen kann - und die Rettung erfolgt dann passend zur Story recht haarsträubend buchstäblich in letzter Sekunde.

Na ja ...
:mellow:

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Re: PR 3103 - Angriff des Lichtfressers von C. Montillon

Post by Laurin » 10.02.2021, 04:27

Laurin wrote:
09.02.2021, 05:01
... und dass man die konkreten Beschreibungen, wie dieses Wesen dann den Unglücksraben Leben UND Gehirn aussaugt, auch noch als "Zwischenspiele" bezeichnet, hat mich ehrlich gesagt abgestoßen.
...
Ich hatte das auch im PR-Forum kritisiert und Christian Montillon schrieb auch was dazu: https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 91#p746091

Ich habe die Diskussion dann aber nicht mehr weiter verfolgt, da es sicher auch eine Frage der Perspektive ist, und sich die Diskussion dort wie an einem Haar in der Suppe zu verhaken drohte. Ich finde es jedenfalls gut, wenn sich Autoren auch im Forum solch kritischen Fragen stellen.

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